Shimano Ultegra Dauertest

Ultegra-Kompaktkurbel mit 50/34 Zähnen Link

Ultegra-Kompaktkurbel mit 50/34 Zähnen Link

Es wird viel über Schaltsysteme und so genannte „Gruppen“ bei Rennrädern geschrieben. Manche schwören auf die ästhetische Eleganz von Campagnolo, andere auf das knackige Schaltverhalten der SRAM, wieder andere lassen nichts über Shimano kommen. Zu ihnen gehöre mittlerweile auch ich, wobei ich aber einschränkend sagen muss: Aus eigener Erfahrung kenne ich Campagnolo und SRAM nicht. Aber ich habe jetzt rund 10 000 Kilometer mit einer Shimano Ultegra abgespult und bin von der Schaltgenauigkeit tief beeindruckt. Irgendwie erinnert mich das japanische Teil an ein Schweizer Uhrwerk.

Die Ultegra schaltet wie am ersten Tag

Es ist fast so, als gelten die Gesetze der Physik nicht, wonach sich Material, das unter Zug steht, mit der Zeit längt: Die Ultegra schaltet fast so präzise und genau wie am ersten Tag. Ein einziges Mal habe ich den Schaltzug um zwei, drei Umdrehungen an dem Justier-Rädchen nachgestellt, um ein kleines Rattern beim Schalten abzustellen. Das war’s dann aber auch mit Service-Arbeiten an der Schaltung. Das große Kettenblatt sieht aus, als würde es auch die nächsten 10 000 Kilometer klaglos überstehen. Die erste Kette hielt übrigens rund 6000 Kilometer.

Die Schalt-Bremsgriffe sind top

Liegt gut in der Hand: der Brems- und Schaltgriff

Liegt gut in der Hand: der Brems- und Schaltgriff

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Was die Schalt-Bremsgriffe anbelangt, muss ich sagen: Ich finde sie top. Sie sind gut zu greifen, die Schaltvorgänge beherrscht man sofort im Schlaf, sie werden präzise umgesetzt. Ein Freund hat eine Campagnolo-Schaltung, mit dem kleinen Daumenhäkchen für Rauf- oder Runterschalten konnte ich mich nicht anfreunden. Es ist mir zu hakelig. Dass man mit der Ultegra durch festen Drücken auch zwei Gänge auf einmal raufschalten kann, habe ich neulich erst kennengelernt. Das ist vielleicht am Berg wichtig, getestet habe ich es aber nie.

Bissige Bremsen

In Zeiten, in denen Scheibenbremsen am Rennrad fast zum Standard werden, sind Felgenbremsen ja schon out. Tests, unter anderem im Tour-Magazine, haben mich aber nicht überzeugt: Dort ist manche Scheibenbremse im Härtetest geschmolzen wie Schnee in der Frühlingssonne. Das habe ich bei den Ultegra-Bremsen noch nicht erlebt. Mein Härtetest war die Abfahrt vom Stilfser Joch vergangenes Jahr. Die alten Gummis brachten den Renner auch mit 65 km/h fast schneller zum Stehen, als mir lieb war. Mehr braucht es eigentlich nicht. Ich bremse übrigens immer noch mit den ersten Gummis.

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