Gentle Jaunt – Fahrradladen an der Simon-Dach-Straße

Mitarbeiterin Nadine am Tresen im Fahrradladen Gentle Jaunt

American way of biking, Nadine serviert dazu den Kaffee: Gentle Jaunt     Fotos: Link

Wer den Fahrradladen „Gentle Jaunt“ an der Simon-Dach-Straße betritt, weiß nicht so recht, worüber er sich mehr freuen soll: über die schönen Gravel-Bikes von Marin und Bombtrack oder das große Bikepacking-Sortiment von Marken wie Apidura, Revelate oder Restrap. Oder vielleicht den guten Kaffee? Dazu kommt ein behagliches Interieur aus Holz, rohen Wänden und schlichten Sitzgelegenheiten, die den Besucher vergessen lassen, ob er sich in einem Radladen mit Kaffeeausschank oder einem Cafémit angeschlossenem Fahrradverkauf befindet. Die Einrichtung hat den bodenständigen Charme eines Holzfällercamps.

Gentle Jaunt – Amerikanisches Bikefeeling im Fahrradladen an der Simon-Dach-Straße 

Dieser amerikanische Touch findet sich auch in den Produkten wieder, die der Laden führt. Die einstige Mountainbike-Marke Marin ist mit Urban Bikes und Gravel Bikes vertreten, die Kölner Marke Bombtrack mit ihren Cross- und Gravel-Rädern, viele MTBs mit dicken Reifen zeigen, wo es hier lang geht: dahin wo es nicht asphaltiert-glatt, sondern rau ist, auf Feld-, Wald- und Wiesenwege – oder den erbärmlich schlechten Radwegen der Hauptstadt. Aber auch wunderschöne Stahlräder von Pelago haben wir gesichtet. Für guten Stil am Rad haben sie im „Gentle Jaunt“ etwas übrig. 

Großes Angebot an Lösungen fürs Bikepacking 

Sympathische Mannschaft und guter Kaffee im Gentle Jaunt

Man kann im Gentle Jaunt („Entspannte Ausfahrt“) aber auch einfach sitzen, einen Kaffee trinken und die Atmosphäre einsaugen. Oder sich beraten lassen von Mitarbeitern wie Bastian, der auch den PC nach draußen holt, um zu klären, ob das bevorzugte Bike eine mechanische oder hydraulische Scheibenbremse hat. Sprich: in diesem Fahrradladen wird beraten und gefachsimpelt – und dann erst verkauft. Sehr sympathisch. Genauso wie Nadine hinterm Tresen, die für den Milchkaffee verantwortlich ist. Wer sich für schicke Gravelbikes, die passende Bekleidung und ein breites Sortiment an Bikepacking-Angeboten interessiert, ist hier genau richtig. Ach ja, eine kleine Werkstatt hat „Gentle Jaunt“ auch. Für den Fall aller Fälle.

Ersatzteile im Gentle Jaunt an der Simon-Dach-Straße in Friedrichshain

Liebevoll arrangierte Accessoires für Bike

Gentle Jaunt an der Simon-Dach-Straße in Friedrichshain

Der Laden an der Simon-Dach-Straße

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  • The Gentle Jaunt, Simon-Dach-Straße, 10 245 Berlin, Tel.  030 293 666 00, Di-Fr 12–20 Uhr, Sa 10.30-16 Uhr

Berliner Fahrradschau 2017

Station Berlin, Luckenwalder Straße

Treffpunkt „Station“: die Berliner Fahrradschau                            Foto: Joe/Berliner Fahrradschau

Vom 3. bis 5. März haben Berlins Fahrradfreunde wieder eine Adresse, um ihre Neugier auf neue Räder und Lifestyle-Produkte zu stillen. Dann findet die Berliner Fahrradschau 2017 in der Station an der Luckenwalder Straße statt. „Größere Test-Areas, mehr E-Mobility und Action ohne Ende“ versprechen die Veranstalter für die achte Ausgabe der internationalen Fahrradschau.

Marken präsentieren Trends und neue Produkte

Die Image der Fahrradschau als Trendsetter einer urbanen Fahrrad-Community hat inzwischen auch auf die Hersteller abgefärbt. Und so wollen viele große Marken wie Campagnolo, Canyon, Rose, Shimano, Cinelli, Assos oder die „Rundrohr-Designer“ von Van Moof ihre schicken Produkte zeigen. Beim Blick auf die Teilnehmer 2017 hat man den Eindruck, dass sich der Kreis im Vergleich zum Start der Messe 2010 enorm erweitert hat. Kaum ein Hersteller lässt es sich nehmen, dabei zu sein. Das verspricht viele bunte Eindrücke und interessante Anregungen. Dutzende von Spezialisten und ambitionierten kleineren Herstellern decken die ganze Bandbreite von neuen Rädern über die Bekleidung bis hin zu Accessoires ab.  

Ambition, E-Mobility, Test-Strecken und Urban Lifestyle

Die Fahrradschau teil sich in die sechs große Bereiche: Urban Lifestyle, Velo Coulture, Handmade, Travel & Tour, E-Mobility und Ambition. Im Ambition-Bereich sind zum Beispiel Rennräder, Triathlon-Bikes, MTBs, Track-Räder und Fixies zu sehen. Der Urban Lifestyle deckt die Mode rund ums Radfahren und den schicken Auftritt, auch im Retro-Stil, ab. Das Angebot an Elektro-Räder hat sich in den vergangenen Jahren ja mächtig ausgeweitet – interessante Neuigkeiten gibt es also auch auf der Fahrradschau. Und sie können auf einer vergrößerten Teststrecke auch gleich ausprobiert werden, natürlich mit mit allen dazugehörigen digitalen Gimmicks wie Apps und digitaler On-Board-Vernetzung.

Wettbewerbe, Lange Nächte und Ausfahrten auf der Berliner Fahrradschau

Zum Programm gehören auch wieder verschiedene Wettbewerbe – etwa das „Rad Race“ gegen Rassismus mit Fixies (4. März 2017, ab 17 Uhr, Werbellinstraße 50, Eintritt vier Euro), BMX-Präsentationen, der Berlin Trials oder Ausfahrten für Jedermann wie etwa ein Crossbike-Ausflug in den Grunewald (5. März 2017, 10 Uhr, kostenlos). Dort präsentiert zum Beispiel auch Specialized seine Cross-Räder ((Sa. + So. jew. 10-17 Uhr). 

Berlin Bicycle Week mit Langer Nacht der Bike Shops

Der Fahrradschau angeschlossen ist wieder die Berlin Bike Week vom 27. Februar bis 5. März. Sie ist weit mehr als „Rahmenprogramm“, setzt eigene Schwerpunkte und trägt quasi die Fahrradschau in die Stadt hinein. Dazu gehört etwa die „Lange Nacht der Bike Shops“ vom 28. Februar bis 2. März. Knapp 20 Läden beteiligen sich daran – man fachsimpelt beim Bier und hat einen Blick in die Spezialistenszene (http://berlinerfahrradschau.de/de/lange-nacht-der-bikeshops).

Berliner Fahrradschau, 3. bis 5. März 2017, Station, Luckenwalder Straße 4-6, 10963 Berlin, Fr. 18–23 Uhr, Sa. 10–19 Uhr,  So 10–18 Uhr, Tageskarte Freitag 12, sonst 14 Euro, www.http://berlinerfahrradschau.de/de

Radfahrer leben länger

Dass Radfahren gesund ist, das haben schon mehrere Studien schon ergeben. Voraussetzung dabei ist allerdings, dass man es überlebt – was ja nicht so selbstverständlich angesichts der Aggressivität auf vielen Straßen. Aber den güstigen Fall mal angenommen, so gewinnen Radfahrer sechs Monate Lebenszeit gegenüber Nicht-Radlern. Das haben jetzt Studien der Universität Utrecht ergeben. Radfahrer in den Niederlanden leben danach ein halbes Jahr länger als ihre nicht-radelnden Mitbürger. Das macht 6500 Tote weniger im Jahr, so die Berechnungen. Die Ergebnisse des Healthy Urban Living Forschungsprogramms wurden im American Journal of Public Health veröffentlicht.

Holländer radeln 75 Minuten pro Woche

Der Forscher Carlijn Camphuis meint sogar, eine Stunde radeln würde das Leben um eine Stunde verlängern. Holländer fahren im Schnitt 75 Minuten Rad pro Woche. Wer nun meint, dem Tod mit viel Radfahren ein Schnippchen schlagen zu könne, irrt leider. Der Umkehrschluss, dass Radfahren ewiges Leben garantieren könne, stimmt leider nicht. Die Forscher bezogen ihre Daten auf die durchnschnittliche Mortalität des Landes.

Maaßenstraße ist Begegnungszone

Lastenrad und Transporter auf der Maaßenstraße in Schöneberg

Die verkehrsberuhigte Maaßenstraße in Schöneberg                                   Link

In der Maaßenstraße hat der Senat jetzt Berlins erste „Begegnungszone“ geschaffen. Das klingt so, als hätten Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger (auch Motorradfahrer) zuvor zu wenig Gelegenheit gehabt, sich zu begegnen. Sie tun das eigentlich jeden Tag, allerdings meist eher im aggressiven Konkurrenzkampf. In der Maaßenstraße soll die Begegnung nun friedlich und entspannt verlaufen. In der belebten, von Cafés und Restaurants gesäumten Straße wurden auf 200 Metern Länge die Parkplatzzonen aufgelöst, die schmalen Radwege auf dem Bürgersteig sind verschwunden, die breiter gewordene Straße hat nun breitere Radwege und eine Fahrspur in jeder Richtung, eine Mittelinsel, Bänke und befahrbare Pflasterflächen. Es gilt Tempo 20. Ob nun die große Verbrüderung unter den verschiedenen Verkehrsteilnehmern einsetzt? Abwarten. Wohl eher nicht. Was Radler aber freut: Sie haben mehr Platz als vorher. Und das ist ja nicht wenig.

Shimano-Scheibenbremsen mit Problemen

Scheibenremse

Scheibenbremse an einem Rennrad                                          Foto: pd-f

Die Zeitschrift „Roadbike“ hat in ihrer Ausgabe 10/2015 erneut Scheibenbremsen getestet und bei den Modellen von Shimano Mängel festgestellt. Drei Modelle sind nach Erkenntnissen der Tester für den harten Rennradeinsatz nicht geeignet, weil sich die Bremsbeläge unter großer Belastung verformen. Damit bestätigen sich frühere Ergebnisse, die auch schon die Zeitschrift „Tour“ veröffentlicht hatte. Betroffen sind folgende Modelle:

  • Shimano BR-R 517
  • Shimano BR-RS 785 140 mm-Disc
  • Shimano BR-S 785 160 mm-Disc

Bei dem Modell BR-R 517 stellten die Tester fest, dass es sich unter großer Hitze „stark verzieht“. Die 140-mm-Scheibe BR-RS 785 verformte sich gar dauerhaft, sie ist „nur für den Cross-Einsatz bzw. flaches Gelände“ geeignet. Und die BR-RS 785 neigt bei hoher Belastung „zum Schleifen und verformt sich dauerhaft“, so die Tester.

Sram und TRP ohne Probleme

Ohne Probleme absolvierten dagegen die Scheibenbremsen von Sram (Red, Rival) und TRP (HY/RD) den Test. Sram Red und Sram Rival waren trotz eines Preisunterschieds (1120 Euro zu 832 Euro) im Test gleich gut, die Rival verzog sich zwar minimal, war aber jederzeit einsatzfähig. Erstaunlich war auch das Ergebnis der nur 150 Euro teuren, per Seilzug angesteuerten TRP. Sie bremste zuverlässig, wenngleich nicht so bissig wie die teureren Modelle.

Scheibenbremsen: Testbedingungen

Auf einer abschüssigen Strecke von 2,2 km Länge und 11% Gefällte mussten die Bremsen mehrere Serien von 20 Vollbremsungen aus 45 km/h durchlaufen. Das Komplettgewicht betrug 85 kg. Die kleine 140-mm-Scheibe von Shimano war dabei nach 12 Bremsungen so verzogen, dass sie keine Leistung mehr brachte.

Fazit

Die Tester sagen, dass unter normalen Bedingungen im Flachland auch die Shimano-Bremsen unbedenklich sind. Wenn es in den Bergen hart auf hart kommt, sind sie aber nicht zu empfehlen.

Radtour von Berlin nach Lübben

Sönnenaufgang, Herbst, Lübben/Spreewald

Sonnenaufgang über einer Herbstwiese bei Lübben                                                Link

Dass der Spreewald nicht so weit vor den Toren Berlins  liegt, habe ich ja schon gesagt. Hier folgt nun die Tour mit dem Rennrad dorthin. Vom Süden Berlins bis nach Lübben (dort gibt es einen Bahnhof) sind es knapp 100 Kilometer – eine schöne Strecke für einen Tagesauflug. Zurück geht es mit der Bahn (13 Euro inkl. Fahrrad). Ich fuhr von Zehlendorf über Teltow und Blankenfelde nach Mitttenwalde. Man kann weitgehend asphaltierte Radwege parallel zur Straße benutzen, von Rangsdorf nach Mittenwalde geht es gar über die Felder auf einem Wirtschaftsweg. Von Mittenwalde ging meine Route nach Bestensee und dort über die B 179 nach Märkisch Buchholz. Das war ein Fehler, die Bundesstraße ist doch recht befahren, besser ist die Strecke über Groß Köris, wie sie auch die Karte zeigt.

 

Pause am Köthener See

Von Groß Köris geht es über Märkisch Buchholz zum Köthener See. Hier habe ich eine kleine Pause eingelegt. Die Gaststätte „Zum Köthener See“ ist mittwochs bis sonntags von 12 bis 21 Uhr geöffnet (Tel. 033765/80520). Das Zanderfilet ist zu empfehlen. Von hier bis Lübben sind es dann noch 27 Kilometer. Man fährt im Ortszentrum Richtung Groß Wasserburg, die Straße verläuft durch einen Kiefernwald. In Groß Wasserburg hält man sich in Richtung Krausnick und dort Richtung Schönwalde. Man sollte sich in Groß Wasserburg nicht an die Angabe „Lübben/Schlepzig“ halten – die Route verläuft von Schlepzig aus auf einer hässlichen Bundesstraße bzw. ist für Rennräder ungeeignet. Wer der Richtung Schönwalde folgt, sieht kurz hinter dem Ortsende von Krausnick auf der linken Seite ein kleines Zeichen „Lübben“. Es führt zu einem wunderbaren asphaltierten Weg durch den Wald nach Lübben. Vom Bahnhof in Lübben gehen zweimal stündlich Regionalbahnen nach Berlin. Die Fahrzeit beträgt eine Stunde und 20 Minuten.

Köthener See

Spätsommer am Köthener See            Link

Radwege fürs Rennrad nicht zu empfehlen

Es gibt auch viele schöne Radwege in und durch den Spreewald abseits der Landstraßen.  Etwa den Hofjagdweg von Königs Wusterhausen in den Spreewald,  den Spreeradweg, der bis nach Bautzen führt, oder den Dahme-Radweg von Königs Wusterhausen bis Märkisch Buchholz. Für das Rennrad kann man sie allerdings nicht wirklich empfehlen, weil Teile davon Schotterwege sind oder aus alten Plattenwegen bestehen. Hier ist man mit dem Mountainbike besser unterwegs. Ich bin um die Krausnicker Berge herum auf einem Waldweg gefahren, es geht zur Not, ist aber keine Freude.

Länge: knapp 95 km

Fahrradtour Berlin-Lübben

Rennradtour Berlin-Lübben

Radtour im Spreewald: Von Lübben nach Schlepzig

Gurkenradweg, Rennrad

Gurkenradweg zwischen Krausnick und Schlepzig

Im Süden Berlins liegt ein kleines Paradies für Radfahrer, das vielen Hauptstädtern zu weit weg scheint, in Wahrheit aber sehr gut zu erreichen ist. Es ist der Spreewald. In Lübben ist man zum Beispiel von Schöneberg aus in 90 Minuten mit der Bahn, von Königs Wusterhausen dauert es eine halbe Stunde. Also durchaus ein Ziel, das man auch für einen Tagesausflug ansteuern kann.

Viele gute Radwege – aber nicht immer fürs Rennrad

Brandenburg hat in den vergangenen Jahren Geld in gute Radwege investiert, das merkt man. Viele sind asphaltiert und auch mit Rennrädern gut befahrbar. Leider erkennt man an der meist guten Beschilderung der Radwege aber nicht, welche Beschaffenheit die Oberfläche hat. So rieten uns zwei Radler davon ab, den Weg zwischen Schlepzig und Lübben mit dem Rennrad zu befahren, weil es zu viele Schotterpassagen gebe – die Mitarbeiterin eines Cafés hatte ihn zuvor empfohlen. Ein Stück des Gurkenradwegs zwischen Krausnick und Lübben war wiederum so gut, dass man aus dem Staunen kaum herauskam. Auf beide Wege wurde mit dem gleichen Schild hingewiesen. Ein anderer Weg, dem wir vertrauten, endete schließlich in einer Sandpiste – ein Fall für Mountainbikes.

Von Lübben nach Schlepzig und zurück

Eine schöne Tour im Spreewald führt von Lübben nach Schlepzig. Sie ist eher für Crossräder als für Rennräder geeignet. Man fährt in Lübben vom Zentrum aus Richtung Osten (Frankfurt/Oder) und biegt kurz hinter der Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße links in ein Wäldchen ein. Auf einer kleinen grünen Tafel ist Schlepzig angegeben. Man kann sich auf der Strecke eigentlich nicht verfahren, weil der Wegweiser immer wieder auftaucht. Die Strecke führt mitten durch die schöne Spreewald-Landschaft abseits der Straßen. Man kommt an mehreren Seen, einer Kahnanlegestelle und dem Gasthaus Petkampsberg vorbei (Tel. 035472 247, Mo–So 11–18 Uhr). Nach circa 12 Kilometern ist man in Schlepzig.

Schlepzig: Bauernmuseum und Spreewaldbrennerei

Der rund 600 Einwohner zählende Ort ist eines der idyllischen Highlights des Spreewaldes. Bauernhäuser und Scheunen stehen an den Fließen, es gibt eine schöne Kahnanlegestelle, ein kleines Bauernmuseum, eine historische Getreidemühle und die Spreewaldbrennerei. Sie stellt nicht nur einen veritablen Single Malt Whisky her, hier kann man auch Marmelade, Honig und Bonbons aus eigener Fertigung kaufen. Im Innenbereich gibt es zudem einen hübschen Landgasthof (Brauhaus und Landgasthof tägl. 12–21 Uhr, www.spreewaldbrauerei.de).

Zurück über den Gurkenradweg

Für den Rückweg kann man ein Stück des Gurkenradweges nehmen. Die Strecke ist mit 19 Kilometern etwas länger als der Hinweg, landschaftlich aber eine Abwechslung. Man fährt von Schlepzig auf der wenig befahrenen Straße vier Kilometer nach Krausnick, dort in Richtung Schönwalde und biegt circa einen Kilometer hinter dem Ortsende links auf einen asphahltierten Wirtschaftsweg Richtung Lübben ein. Er ist mit einem Hinweisschild gekennzeichnet. Der Radweg führt nun durch den dichten Wald schnurstracks zu dem Weiler Lubholz und nach Lübben. Wer noch nie dort war, wo sich Fuchs und Hase „Gute Nacht“ sagen, ist hier richtig. In Lübben kehrt man zurück zum Ausgangspunkt oder nimmt den Weg zum Bahnhof.

Länge: 32 km

Fahrradtour Lübben-Schlepzig

Von Lübben nach Schlepzig

Kreisfahrt des ADFC am 19. September

Es ist keine „Critical Mass“, soll der spontanen Demonstration für den Fahrradverkehr aber etwas ähneln: die Kreisfahrt des ADFC am 19. September 2015. Unter dem Motto „Flexibel ans Ziel – mit Fahrrad, zu Fuß, mit Bahn & Bus“ will der Verband für die „Anerkennung des umwelt- und klimafreundlichen Fahrrades als gleichwertiges Verkehrsmittel“ demonstrieren. Bei der europaweiten Aktion soll die Verbindung umweltfreundlicher Verkehrsmittel im Focus stehen. Nach wie vor sind laut ADFC die Möglichkeiten zur Fahrradmitnahme im ÖPNV zum Teil beschränkt.

Kreisfahrt startet am Potsdamer Platz

Die Kreisfahrt am 19. September startet um 14 Uhr am Potsdamer Platz/Ecke Stresemannstraße (historische Uhr). Ziel ist das Brandenburger Tor, das um 17 Uhr erreicht wird. Die Strecke ist 35 Kilometer lang und führt um das Zentrum Berlins herum. Skater können leider nicht mitfahren. Die Treffpunkte sind wie folgt:

  • 14 Uhr Potsdamer Platz
  • 14.15 U-Bhf. Hallesches Tor
  • 14.25 U-bhf. Kottbusser Tor
  • 14.40 U-Bhf. Warschauer Str.
  • 14.45 U-Bhf. Frankfurter Tor
  • 14.55 U-Bhf. Landsberger Allee
  • 15.10 U-Bhf. Prenzlauer Allee
  • 15.30 U-Bhf. Bornholmer Str.
  • 15.40 U-Bhf. Osloer Straße
  • 15.50 U-Bhf. Seestaße.
  • 16.15 U-Bhf. Turmstraße
  • 16.25 U-Bhf. Ernst-Reuter-Platz
  • 16.35 U-Bhf. Kurfürstendamm
  • 17 Uhr Brandenburger Tor

Neue Radspuren am Moritzplatz

Die neuen Radspuren am Moritzplatz

Die neuen Radspuren am Moritzplatz                                            Link

Am Moritzplatz in Kreuzberg sind neue Radspuren angelegt worden. Markante Streifen  auf der Fahrbahn sollen Radfahrern beim Umkurven des Platzes im Kreisverkehr mehr Sicherheit bieten, Autofahrer sollen die Radfahrer früher erkennen können. Mit 7300 Radfahrern in 12 Stunden ist der Moritzplatz einer der am stärksten frequentierten Plätze in Berlin. Häufig kam es hier zu Unfällen, weil Autofahrer die Radler im Kreisverkehr übersahen. Ganz fertig gestellt war die neue Markierung Ende August aber noch nicht. Zur Heinrich-Heine-Straße hin fehlte noch die Radspur.

Eine Fahrradtour nach Ribbeck zum alten Birnbaum

Hochzeitspaar vor dem Schlosshotel in Ribbeck

Hochzeitspaar vor dem Schlosshotel in Ribbeck                                             Foto: Link

Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland / Ein Birnbaum in seinem Garten stand…Das Gedicht von Theodor Fontane über den kinderfreundlichen Gutsbesitzer dürfte fast jedes Schulkind kennen. Vielleicht ist das ein Grund, einmal eine Fahrradtour in den Ort circa 50 Kilometer westlich von Berlin zu unternehmen. Ribbeck hat sich richtig herausgeputzt. Es gibt ein hübsches Schloss, eine kleine Kirche (in der gerne Hochzeiten gefeiert werden), Cafés, einen Hofladen und auf dem ehemaligen Gut des Herrn von Ribbeck sind liebevoll Einrichtungen von damals wiederhergestellt worden: die Malschule, ein Klassenzimmer, das Theater, die Ribbecksche Brennerei. Zudem gibt es einen Kinderbauernhof. Also: Gründe genug für einen Familienausflug.

Von Spandau (38 km) oder Nauen nach Ribbeck

Leute mit guter Kondition starten am Bahnhof Spandau und fahren die 38 Kilometer nach Ribbeck, wer es gemütllicher angehen will oder Kinder im Tross hat, fährt mit dem Regionalzug nach Nauen und nimmt von dort die rund 12 Kilometer unter die Räder. In Spandau hält man sich auf der Seegefelder Straße, biegt rechts in die Zeppelinstraße und nach circa 400 Meter links in den Spekteweg. Durch den Grünzug fährt man knapp fünf Kilometer Richtung Falkensee, bis man auf die Spandauer Straße stößt. Hier biegt man links ein und folgt der Straße. Sie ist leider viel befahren, das wird aber besser, wenn man Falkensee hinter sich gelassen hat. Über die Landstraße 201/202 fährt man nach Nauen weiter. Ich war an einem Samstag unterwegs, der Verkehr hielt sich sehr in Grenzen.

Hofladen in Ribbeck

Der kleine Hofladen auf Gut Ribbeck   Foto: Link

Radweg ab Nauen (12 km)

Ab Nauen gibt es dann einen schönen Fahrradweg parallel zur Landstraße über die Dörfer Lietzow und Berge nach Ribbeck. Er ist durchgehend asphaltiert und verläuft durch Felder, zum Teil fährt man sogar im Schatten hoher Bäume. Der Weg endet in Ribbeck, man biegt links ab und ist im Nu auf dem Dorfanger.

Das Dorf Ribbeck

Das Dorf hat sich für seine Besucher in den vergangenen Jahr schön gemacht. Gleich am Dorfanger wartet das kleine Café in der Alten Schule auf den Radler. Bei schönem Wetter sitzt man unter Bäumen im Freien. Im Café Theodor nebenan gibt es neben Kaffee und Kuchen einen Spielplatz, und im ehemaligen Waschhaus ist ein hübscher Hofladen. Ribbecker Birnentorte ist eine Spezialität, neben alten Alltagsgegenständen findet man alle möglichen Produkte rund um die Birne. Einen Besuch wert ist die kleine Dorfkirche. Sie ist bei Hochzeiten sehr beliebt. Schön ist auch der Park rund um das Schloss Ribbeck, dessen Sanierung mit öffentlichen Mitteln im Jahr 2009 abgeschlossen wurde. Im Innern befindet sich ein kleines Museum (3 Euro, tgl. 10–17 Uhr), das an die Geschichte des Hauses im Spiegel der Werke Theodor Fontanes erinnert. Zurück nach Nauen nimmt man den gleichen Weg. Züge nach Berlin verkehren im 30-Minuten-Takt.

Von Spandau nach Ribbeck

Von Spandau nach Ribbeck