Changers – Punkte sammeln für die Umwelt

Changers-App

Die CO2-Spar-App von Changers

Radfahren ist ja eigentlich eine „grüne“ Sache. Wer Rad fährt, verbraucht kein Benzin und trägt nicht zur Erderwärmung bei. Und das kann man eigentlich belohnen – jeder Radler vor sich selbst und seinem grünen Ego oder auch mit einer App – wir sind ja schließlich im digitalen Zeitalter. Dafür gibt es jetzt eine App von  „Changers“.

Strom selbst erzeugen und CO2-Ausstoß reduzieren

Changers ist ein in Potsdam ansässiges Start-up. Es kam 2011 mit einem Solarmodul auf den Markt, das die stromhungrige Smartphone-Generation mit ihrem grünen Gewissen versöhnen will. Das Modul sammelt Strom und speichert ihn in einem angeschlossenen Lithium-Ionen-Akku. Damit kann man ein Smartphone zweimal aufladen, auch andere Geräte passen dran. Die Ladedauer für den Akku beträgt bei guter Sonneneinstrahlung vier bis fünf Stunden. Damit sich diese Stromerzeugung noch weiter verbreitet, gibt es jetzt die App.

Die App verteilt Bonuspunkte für vermiedenen CO2-Ausstoß

Die App läuft bei verschiedenen Arten der Fortbewegung im Hintergrund mit und berechnet dann den vermiedenen CO2-Ausstoß. Dafür gibt es Pluspunkte, so genannte „Recoins“. Der Berechnung liegt ein durchschnittlicher CO2-Ausstoß von 142 g pro Kilometer zugrunde. Ein Radfahrer spart zum Beispiel soviel CO2 pro Kilometer und bekommt dafür einen „Recoin“. Wer mit dem Bus oder der Bahn fährt, spart 57 g CO2 pro Kilometer – für fünf Kilometer gibt es einen „Recoin“. Autofahrer und Flugzeugbenutzer erhalten keine Recoins. Die App gibt es App-Store und im Google Play Store.

Eigene Umweltbilanz erstellen

Nun muss man die Vermessung nicht ins Endlose treiben – was mir als Radler aber eine gewisse Sympathie abnötigte, ist, dass man seine CO2-Einsparung addieren kann. Wenn man so will: Man kann seine eigene Umweltbilanz erstellen. Hinzu kommt, dass man seine Recoins mit anderen vergleichen kann. Changers hat nämlich auch eine Community, man sieht stets, an welcher Stelle der CO2-Einsparung man in der Community liegt, und, wichtiger, man merkt: Man ist nicht allein auf der Welt und seinem Wunsch, den CO2-Ausstoß zu senken. Das Ganze lässt sich auch noch mit Klimazertifikaten ausbauen, aber so weit will ich gar nicht gehen.

 Solar-Panel und Akku

Solar-Panel und Akku

Solar-Panel und Akku

Das Solar-Panel von Changers ist 35 mal 20 Zentimeter groß, auf einer elastischen Grundfläche aufgebracht und mit zwei Saugnäpfen versehen. Damit kann man es zum Aufladen am Fenster festkleben, man kann es aber auch auf den Rucksack schnallen und während der Fahrt aufladen lassen. Das Panel kann mit einem etwa 1,20 Meter langen Kabel mit dem Akku verbunden werden. Ein Ladezyklus dauert vier bis fünf Stunden. Das Handy (oder ein anderes Gerät) kann während des Ladens des Akkus schon angeschlossen werden. Mitgeliefert werden erfreulich viele Handy-Anschlüsse, auch für ältere Nokia oder Sony-Modelle. Der Akku fast ca. 4400 Miiliampere. Ich habe das Panel auf einer Radtour ausprobiert und war sehr angetan. Sowohl Stromgewinnung als auch Handy-Aufladung funktionieren bestens – vorausgesetzt natürlich, man hat Sonne. Und Eindruck schindet man damit auch: Wer hat schon sein eigenes Solarkraftwerk auf dem Fahrrad dabei?