Berliner Fahrradschau 2015

Berliner Fahrradschau

Ausstellungsstück auf der Fahrradschau 2014

Im März bietet Berlin für alle Fahrrad-Fans geballte Messe-Angebote. Ende des Monats finden die VELOBerlin und die Fahrradschau statt. Nach der Kritik vom vergangenen Jahr, dass zwei so wichtige Schauen im Wochenabstand stattfinden, wurden sie 2015 nun zusammengelegt. Die Fahrradschau findet vom 20. bis 22. März in der Station Berlin statt, dem ehemaligen Dresdner Bahnhof nahe des Technikmuseums. Auf der Fahrradschau geht es vor allem um Fahrradkultur. Sie inszeniert das Rad als modernes Lifestyle-Element. Hier stehen ausgefallene Prototypen, schicke neue Designs und technische Innovationen rund ums Fahrrad im Vordergrund. Es geht um neue Idee, nicht um Massenprodukte. Gerade deswegen ist die Schau jedem Fahrradfreund zu empfehlen.

Fünf Ausstellungsbereiche und ein ATB Award

Die Berliner Fahrradschau ist in fünf Ausstellungsbereiche unterteilt: Ambition, Urban Lifestyle, Handmade, Travel & Train Velo Couture und eMobility. Bei Ambition geht es um sportliche Räder und Ausrüstung vom Einsteiger-Rad bis hin zur Kleidung. Urban Lifestyle zeigt klassisch-schöne Fahrräder und moderne Designs, moderne Lastenräder und attraktive Kinder-Fahrräder. Handmade umfasst den wachsenden Bereich von Rahmen, die per Hand hergestellt sind, hier wird erstmals auch ein neuer Preis verliehen: der ATB 2.0 Award für das innovativste „Aadventure Touring Bike“. Bei Velo Couture stehen Fahrradkleidung und Zubehör im Mittelpunkt, während sich eMobility um neue Ansätze der Elektromobilität fürs Fahrrad dreht.

  • Berliner Fahrradschau, Station Berlin, Luckenwalder Straße 4-6, 10963 Berlin
  • 20.–22. März 2015
  • Fr. 18–23 Uhr, Sa. 10–19 Uhr, So. 10–18 Uhr
  • Tageskarte 10 Euro

Das richtige Bike

Crossrad

Puristisch: ein Crossrad Foto: pd-f

Der Frühling steht vor der Tür, die Fahrradsaison ebenfalls, und mancher will sich vielleicht ein neues Rad zulegen. Die große Frage ist immer: Welches Rad passt zu mir? Dabei sollte man sich immer überlegen, wozu man das Rad verwenden will. Natürlich kann man nicht für jeden Einsatzzweck ein anderes Rad anschaffen, aber man sollte sich über seine Grundnutzung  klar werden. Hier sind ein paar Tipps, wie Sie zum passenden Rad kommen.

1. Wozu wird das Rad am meisten benutzt?

Werden Sie sich über den Einsatzzweck des Rades klar. Soll es ein sportliches Stadtrad für den täglichen Weg zur Arbeit sein oder ein Lastenesel, der auch für den Kindertransport geeignet ist? Wenn Sie damit täglich zur Arbeit fahren, schauen Sie sich einmal sportliche Fitnessbikes an. Sie sind meist puristisch ausgestattet, Gepäckträger oder Schutzbleche können aber nachgerüstet werden, und diese Modelle haben einen Vorteil: Sie sind leicht.

2. Die  Schaltung

Überlegen Sie, welche Schaltung Sie haben wollen. Gebräuchlich sind meist Kettenschaltungen. Ihre Übersetzungsverhältnisse sind im Stadtverkehr Berlins mehr als ausreichend. Sie haben aber den Nachteil des relativ starken Verschleißes der Ketten. Wer 4000 Kilometer im Jahr fährt, muss die Kette dann meistens austauschen, dazu kommen oft noch die Ritzel am Hinterrad. Das schlägt mit ca. 80 Euro zu Buche. Eine Alternative sind Fahrräder mit Nabenschaltungen. Hier muss höchstens die Kette getauscht werden, wenn sie sich gelängt hat.

3. Achten Sie auf das Gewicht

Voll ausgestattete Räder sind gut, ihr Geweicht ist es meist nicht. Wer einmal den Unterschied zwischen 15 und 10 Kilogramm gespürt hat, will kein schweres Rad mehr. Das ist beim Hochtragen von S- und U-Bahnhöfen sehr unangenehm.

4. Reifen

Kaufen Sie ein Rad mir ordentlichen Reifen. Das mag selbstverständlich scheinen, ist es aber nicht. Gerade bei Sonderangeboten wird hier gespart. Doch gute, haltbare Reifen, wie sie Schwalbe oder Continental im Programm, sind Gold wert. Wer sich mehrmals die Woche auf Rollsplitt einen Plattfuß einfängt, ist das Radfahren irgendwann leid. „Marathon“-Reifen mit innenliegenden Schutzschichten beugen hier wirksam vor.

5. Kaufen Sie keine billiges Rad

Räder sind teuer geworden. Doch wer spart, zahlt am Ende doppelt. Billige Räder mögen noch passable Rahmen haben, doch bei den Anbauteilen wir Bremsen und Schaltung sondert sich im Alltag schnell die Spreu vom Weizen. Da schleift die billige Schaltung nach ein paar Wochen und lässt sich nicht mehr nachstellen, die Bremsen gehen unnötig schwer, Schrauben verdrehen sich beim ersten Anziehen – lassen Sie lieber die Finger von Billigangeboten. Etwas anderes sind herabgesetzte Modelle vom Vorjahr. dafür ist jetzt eine gute Zeit, viele Händler müssen ihre Lager räumen. Schauen Sie sich um, manchmal kann man sogar noch ein bisschen verhandeln.

VELO Berlin 2015

Logo der VELO 2015

Logo der VELO 2015

Die VELO Berlin 2015 wirft ihre Schatten voraus: Die fünfte Ausgabe der Fahrradmesse findet am 21. und 22. März in den Messehallen unterm Funkturm statt. An zweit Tagen wird von 10 bis 18 Uhr das Neueste zum Fahrrad aus den Bereichen Technik, Zubehör und Fahrräder aller Art präsentiert. 250 Aussteller wollen sich in sieben Hallen aktuelle Trends vorstellen. Dazu gehört die Elektro-Mobilität, Navigationssysteme spielen eine große Rolle, die Frage der Verknüpfung verschiedener Mobilitätsangebote in Großstädten ist ein zentrales Thema genauso wie Transportfahrräder oder Radreisen. Eine Sonderschau „Kunst ums Fahrrad“, der VELO Film Award für den besten Kurzfilm zum Thema Fahrrad  zahlreiche Workshops, Vorstellungen von ausgefallenen Rädern und Experten-Foren zu Sonderthemen erweitern das Programm. Dazu gibt es abgesteckte Parcours und Geschicklichkeits-Strecken.

  • VELO Berlin 2015, Messehallen untern Funkturm, Messedamm 2, 14 057 Berlin, am 21. und 22. März 2015, 10–18 Uhr
  • U-Bahn: U2 bis U-Bhf. Kaiserdamm oder Theodor-Heuss-Platz
  • Bus: X34, X49, M49, 104, 139, 218, 349
  • S-Bahn: S41, S42, S46 bis S-Bhf. Messe Nord/ICC, S5, S7, S41, S42, S46, S75 bis S-Bhf. Westkreuz

Changers – Punkte sammeln für die Umwelt

Changers-App

Die CO2-Spar-App von Changers

Radfahren ist ja eigentlich eine „grüne“ Sache. Wer Rad fährt, verbraucht kein Benzin und trägt nicht zur Erderwärmung bei. Und das kann man eigentlich belohnen – jeder Radler vor sich selbst und seinem grünen Ego oder auch mit einer App – wir sind ja schließlich im digitalen Zeitalter. Dafür gibt es jetzt eine App von  „Changers“.

Strom selbst erzeugen und CO2-Ausstoß reduzieren

Changers ist ein in Potsdam ansässiges Start-up. Es kam 2011 mit einem Solarmodul auf den Markt, das die stromhungrige Smartphone-Generation mit ihrem grünen Gewissen versöhnen will. Das Modul sammelt Strom und speichert ihn in einem angeschlossenen Lithium-Ionen-Akku. Damit kann man ein Smartphone zweimal aufladen, auch andere Geräte passen dran. Die Ladedauer für den Akku beträgt bei guter Sonneneinstrahlung vier bis fünf Stunden. Damit sich diese Stromerzeugung noch weiter verbreitet, gibt es jetzt die App.

Die App verteilt Bonuspunkte für vermiedenen CO2-Ausstoß

Die App läuft bei verschiedenen Arten der Fortbewegung im Hintergrund mit und berechnet dann den vermiedenen CO2-Ausstoß. Dafür gibt es Pluspunkte, so genannte „Recoins“. Der Berechnung liegt ein durchschnittlicher CO2-Ausstoß von 142 g pro Kilometer zugrunde. Ein Radfahrer spart zum Beispiel soviel CO2 pro Kilometer und bekommt dafür einen „Recoin“. Wer mit dem Bus oder der Bahn fährt, spart 57 g CO2 pro Kilometer – für fünf Kilometer gibt es einen „Recoin“. Autofahrer und Flugzeugbenutzer erhalten keine Recoins. Die App gibt es App-Store und im Google Play Store.

Eigene Umweltbilanz erstellen

Nun muss man die Vermessung nicht ins Endlose treiben – was mir als Radler aber eine gewisse Sympathie abnötigte, ist, dass man seine CO2-Einsparung addieren kann. Wenn man so will: Man kann seine eigene Umweltbilanz erstellen. Hinzu kommt, dass man seine Recoins mit anderen vergleichen kann. Changers hat nämlich auch eine Community, man sieht stets, an welcher Stelle der CO2-Einsparung man in der Community liegt, und, wichtiger, man merkt: Man ist nicht allein auf der Welt und seinem Wunsch, den CO2-Ausstoß zu senken. Das Ganze lässt sich auch noch mit Klimazertifikaten ausbauen, aber so weit will ich gar nicht gehen.

 Solar-Panel und Akku

Solar-Panel und Akku

Solar-Panel und Akku

Das Solar-Panel von Changers ist 35 mal 20 Zentimeter groß, auf einer elastischen Grundfläche aufgebracht und mit zwei Saugnäpfen versehen. Damit kann man es zum Aufladen am Fenster festkleben, man kann es aber auch auf den Rucksack schnallen und während der Fahrt aufladen lassen. Das Panel kann mit einem etwa 1,20 Meter langen Kabel mit dem Akku verbunden werden. Ein Ladezyklus dauert vier bis fünf Stunden. Das Handy (oder ein anderes Gerät) kann während des Ladens des Akkus schon angeschlossen werden. Mitgeliefert werden erfreulich viele Handy-Anschlüsse, auch für ältere Nokia oder Sony-Modelle. Der Akku fast ca. 4400 Miiliampere. Ich habe das Panel auf einer Radtour ausprobiert und war sehr angetan. Sowohl Stromgewinnung als auch Handy-Aufladung funktionieren bestens – vorausgesetzt natürlich, man hat Sonne. Und Eindruck schindet man damit auch: Wer hat schon sein eigenes Solarkraftwerk auf dem Fahrrad dabei?

Selbsthilfewerkstatt des ADFC

Die graue, nasse Jahreszeit ist vielleicht ein guter Zeitpunkt, um die eigenen handwerklichen Fähigkeiten am Fahrrad aufzufrischen – oder erst einmal überhaupt einen Grundstock zu legen. Denn nichts ist ja blamabler, als wegen eines Plattfußes oder einer gebrochenen Speiche liegen zu bleiben, mal abgesehen von Bergschuhen zum Anzug, vielleicht. Aber das ist eine andere Sache.

Selbsthilfewerkstatt beim ADFC

Der ADFC Berlin bietet dazu seine Selbsthilfewerkstatt an. Sie ist kostenlos und findet mittwochs und freitags von 17 bis 20 Uhr statt. Diese beiden Termine sind offen für Nichtmitglieder. Ersatzteile können im Büro vor Ort gekauft oder bestellt werden. Eine Anmeldung ist zwar nicht erforderlich, ein Anruf wird aber begrüßt. Tel. 030 448 47 24. Für Mitglieder gibt es Dienstag, Mittwoch und Freitag von 16 bis 20 Uhr Termine.

  • ADFC -Geschäftsstelle
  • Fahrrad-Selbsthilfewerkstatt
  • Brunnenstr. 28
  • 10119 Mitte

Mavic Open Pro Rennradfelge: Dauertest über 10 000 Kilometer

Mavic Open Pro

Die Mavic Open Pro ist ein Klassiker unter den Rennrad-Laufrädern

Rennradfelgen müssen Anforderungen erfüllen, die einander auszuschließen scheinen: Zum einen sollen sie so leicht wie möglich sein – die Beschleunigung eines Rennrades hängt ganz wesentlich vom Gewicht des Laufrades ab. Zum anderen sollen sie dabei auch so stabil wie irgend möglich sein. Die Anforderung nach geringem Gewicht geht aber leicht zu Lasten der Stabilität. Die Materialentwicklung hat bei Laufrädern für Rennräder zwar Erstaunliches hervorgebracht: Top-Alu-Radsätze wiegen um die 1400 Gramm oder weniger, sie sind ausreichend stabil – doch um die Dauerhaltbarkeit dieser Systemlaufräder ist es oft nicht so gut bestellt. Man vergleiche hierzu den Test im Magazin Tour http://bit.ly/1sRTSG5

Mavic Open Pro – ein Dauerläufer

Nach über 10 000 Kilometern mit dem Klassiker von Mavic, der Open-Pro-Felge, muss ich sagen: die Open Pro kennt solche Probleme nicht. Sie ist doppelt gekreuzt eingespeicht, hat 36 Speichen, die Felge ist geöst. Das Rad ist heute genauso zentriert wie am ersten Tag, zumindest sind für mich als Hobbyradler keine Seiten- oder Höhenschläge zu erkennen.  Das war an meinem Rennrad nicht immer so. Das Systemlaufrad, mit dem es ausgeliefert wurde, hatte auf den ersten 1600 Kilometern vier gebrochene Speichen. Dabei wiege ich nicht übermäßig viel. Die Open Pro hat Schlaglöcher, Absätze im Asphalt oder abgesenkte Gullydeckel und Kopfsteinpflaster ohne Schaden überstanden. Ich fand sie anfangs nicht so schick wie das urpsrüngliche Systemlaufrad. Aber am Ende kommt’s drauf an, dass man auch ankommt. Das lief mit dieser Felge bislang immer klaglos. Die beiden Laufräder wiegen gut 1800 Gramm, sind mit rund 360 Euro noch relativ preiswert, wenn auch keine Schnäppchen.

Iphone-Halterung von Catalyst

Es geht mal wieder um eine Halterung fürs Smartphone am Fahrrad. Das US-Magazin Bicycle Times hat in seiner jüngsten Ausgabe die iPhone-Schutzhülle und Halterung von „Catalyst“ getestet und für richtig gut befunden. Die US-Firma spezialisiert sich auf iPhone-Cover, die für den härteren Outdoor-Alltag taugen. Die Schutzhülle fürs iPhone ist aus transparentem Plastik, die Ränder ähneln denen der bekannten iPhone-Bumper. Das Ganze soll bis fünf Meter wasserdicht sein, Stürze aus 1,80 Meter Höhe werden laut „Bicycle Times“ schadlos überstanden. Alle Anschlüsse am Handy seien gut zugänglich, auch die Lautstärken-Knöpfe, allerdings sei nach ein paar Wochen Gebrauch ein Stopfen im unteren Bereich der Hülle abgefallen.

Halterung in zwei Größen

Auch die Halterung wird gelobt, sie sei solide und für zwei unterschiedliche Lenkerdurchmesser ausgelegt: 31,8 mm und 25,4 mm. Der Tester musste sie für den dünneren Lenker an seinem Rad mit einer Gummiunterlage anpassen. Allerdings ist das wasserdichte Teil etwas teuer: die Schutzhülle kostet 65 Dollar, die Halterung 30 Dollar. Knapp 80 Euro ist dann doch eine Menge Geld. Aber Outdoor-Freaks könnte das Angebot von Catalyst dennoch eine Überlegung wert sein.

Hier geht es zum Test

Scheibenbremsen am Rennrad sind gefährlich

Scheibenremse

Scheibenbremse an einem Rennrad

Scheibenbremsen sieht man immer häufiger an Stadträdern. Was vor zwei Jahren als Experiment begann, ist mittlerweile fast state of the art. Scheibenbremsen sind bei Regen Felgenbremsen deutlich überlegen, der Bremsweg ist erheblich kürzer. Die Systeme unterscheiden sich nicht viel, manche werden hydraulisch angesteuert, andere mechanisch per Seilzug. Was auf flachem Terrain bei mäßiger Beanspruchung, wie sie im Stadtverkehr vorkommt, ausreicht, kann aber zur Pleite werden, wenn der Brems-Stress groß ist: Die Zeitschrift TOUR hat in ihrer Ausgabe 6/2014 Icetech-Scheibenbremsen von Shimano an Rennrädern getestet und kommt zu einem ernüchternden Ergebnis.

Scheibenbremsen lösen sich bei Bergabfahrten auf

Die Icetech-Scheiben von Shimano gibt es wie die meisten Scheibenbremsen mit 140 und 160 mm Durchmesser. Icetech hat zwischen zwei äußeren Scheiben einen Aluminiumkern. Er soll die Reibungswärme besser ableiten, die Scheibe ist insgesamt relativ leicht. Das Testrad hatte ein Gesamtgewicht von 104 Kilogramm, die Scheiben einen Durchmesser von 160 mm. Die Teststrecke war in den Bergen, auf einer Länge von zwei Kilometern ging es 250 Höhenmeter tief hinab. Auf der ersten Testfahrt wurde das Tempo mit Schleifbremsung auf unter 30 km/h gedrückt bis zum Ende der Teststrecke. Es trat leichtes Fading auf, aber die Bremse bremste noch. Auf der zweiten Testfahrt wurden die Kurven scharf angefahren, dann wurde abgebremst. Am Ende wurde auf einem gerade verlaufenden Stück mit 20% Gefälle auf 60 km/h beschleunigt und gebremst – der Aluminiumkern schmolz wie Sonne im Frühjahrsschnee. Flüssiges Metall wurde aus der Bremsscheibe gedrückt, das Rad war unfahrbar.

Die Felgenbremse hält

Unter den gleichen Bedingungen hielt eine traditionelle Felgenbremse problemlos.

Fazit

Die Icetech-Scheiben mögen in flachem Terrain für Stadtradler oder auch Rennradler eine Lösung sein, sobald man ins Gebirge fährt und hartes Abbremsen nötig wird, sollte man lieber auf konventionelle Lösungen vertrauen, empfiehlt TOUR. Dass Bremsen beim Einsatz hinwegschmelzen, finden nicht nur die Tester unmöglich. Jeder Laie wird es genauso sehen. Alleine 160 mm-Stahlscheiben scheinen den Testern eine angemessene Lösung – die sind aber für Rennräder nicht vorgesehen. Für Fahrten in der Stadt oder auf nur leicht welligem Gelände reichen geprüften Bremsen zwar aus – aber will schon seine Bremsen wechseln, wenn er in die Berge fährt?

Hier ist der Link zu dem Testvideo von TOUR: http://bit.ly/1qffavL

Rennrad-Regenjacke von Mavic

Regenjacke "Espoir", Modell 2012

Regenjacke „Espoir“, Modell 2012

Passend zum nassen Tag ein Tipp zum Tage: die Regenjacke Sprint von Mavic. Sie ist fürs Rennrad zugeschnitten. Daher rührt vielleicht auch der Name Sprint. Das Material besteht außen zu 100% aus Nylon, innen aus Polyester (93%) und Elasten (7%) und ist atmungsaktiv. Die Arme sind recht lang, was der Haltung auf dem Rennrad entgegenkommt, die Bundweite ist mit Kreppverschlüssen einstellbar, sie hat vorne links eine kleine Handytasche – was ich sehr komfortabel finde – und auf der Rückseite eine breite Tasche, die fast über den ganzen Rücken verläuft. Die Reißverschlüsse sind alle mit Material hinterlegt, und kleine reflektierende Einsätze sorgen für etwas Auffälligkeit in der Dunkelheit.

Leicht und wasserdicht

Die Jacke ist leicht, sie wiegt 340 Gramm, und sie kann gut zusammengefaltet werden. Sie  hat mir bislang für Regenfahrten immer gereicht. Auch längerer, leichter Dauerregen konnten ihr nichts anhaben, allerdings habe ich sie noch nicht bei mächtigen Landregen getragen. Auch die Atmungsaktivität reicht aus, obwohl es in dieser Disziplin sicher bessere Jacken gibt. Wer eine leichte, dichte Regenjacke sucht, dürfte mit dem Mavic-Modell gut fahren. Und zumindest am Oberkörper trocken bleiben.

Herbst-Check des ADFC

Im Herbst und Winter wird ein funktionierendes Licht am Fahrrad wieder wichtiger. Die Bremsen sollte ja eh das ganze Jahr über funktionieren. Beides kann man beim ADFC-Check nun wieder überprüfen lasen. Mitarbeiter des Clubs geben zudem Tipps fürs richtige Verhalten im Verkehr während der dunklen Jahreszeit und auf regennassen oder von Laub übersäten Straßen. Zudem will die Polizei wieder kostenlos Fahrräder kodieren. Dafür muss man den Personalausweis und einen Kaufbeleg dabei haben.

Die Termine sind jeweils von 10 bis 17 Uhr an folgenden Orten:

  • 27. Sept., Rathaus Tiergarten, Mathilde-Jacob-Platz
  • 11. Okt., Gropiuspassagen, Neukölln
  • 25. Oktober, Veteranenstraße/Brunnenstr., Mitte